Gesetz zur Verwendung gebietseigener Gehölze – der aktuelle Stand

03.05.2018

Für Zündstoff bei der diesjährigen Fachtagung sorgte das Gesetz zur Verwendung gebietseigener Gehölze. Denn der Ablauf der zehnjährigen Übergangsfrist kommt näher, denn ab dem 1. März 2020 dürfen bei Pflanzungen in freier Natur ausschließlich gebietseigene Gehölze zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund gab es gleich zwei Vorträge und eine Diskussion zu diesem Thema. Die praxisbezogene Position des Bundes Deutscher Baumschulen vertrat Christoph Dirksen von der Baumschule Ley: „Zwei Jahre vor Ablauf der Übergangsfrist gibt es nach wie vor ungelöste Probleme bei der Pflanzenverfügbarkeit, der Zertifizierung, den Beerntungsgebieten, Verwendungsorten und Ausschreibungen“, so Dirksens kritischer Status Quo. Die Grundlage für die Produktion gebietseigener Gehölze läge in der Verfügbarkeit geeigneten Saatgutes. „In vielen Regionen gibt es aber sehr große Lücken in den Saatgutbeständen. Die unklare regionale Verfügbarkeit bestimmter Pflanzen führt zu Schwierigkeiten bei Bestellungen und öffentlichen Ausschreibungen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, neue Pflanzenbestände in der freien Natur zu sichten und zu beernten“, so der Fachmann. Bezüglich des Begriffes „freie Natur“ gäbe es darüber hinaus auf Auftraggeberseite große Unsicherheiten. „Viele Kunden schreiben pauschal nur noch gebietseigene Gehölze aus“, sagte Dirksen und plädierte für eine genaue Auslegung des Gesetzes.

Als Vertreter des zuständigen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) verwies Dr. Rudolf Specht auf die Komplexität des Themas und die zahlreichen beteiligten Akteure: „Wenn das System 2020 praxistauglich funktionieren soll, müssen enorm viele Rädchen ineinandergreifen. Wir müssen nun genau dort weiterarbeiten, wo es noch offene Baustellen gibt“. Ein wichtiger Schritt, so Specht weiter, sei die Schaffung eines einheitlichen Zertifizierungssystems für die Produktion gebietseigener Gehölze. „Das BMU erarbeitet zurzeit gemeinsam mit der Deutschen Akkreditierungsstelle ein Fachmodul, das die Grundlage für eine zuverlässige Zertifizierung der Produzenten bilden wird“. Auf die Frage aus dem Auditorium, ob man sich angesichts des Klimawandels und der Verschuldung vieler Länder ein derart ideologisch motiviertes Gesetz leisten könne, entgegnete Specht: „Es geht um den Erhalt der genetischen Vielfalt, die auch international ein großes Thema ist. Das Gesetz kann dieses Ziel nicht allein erreichen, aber es leistet einen wichtigen Beitrag“.

Baumpflege-Messe mit großer Nachfrage

02.05.2018

Parallel zu den Fachvorträgen und dem Kletterforum findet für die Teilnehmer jedes Jahr auch die begleitende Baumpflege-Messe statt. Dieser Teil der Deutschen Baumpflegetage wird zunehmend auch als eigenständiger Veranstaltungsteil wahrgenommen und genutzt: In diesem Jahr haben erstmals über 500 Besucher ausschließlich die Messe besucht. Firmen und Kommunen orientieren sich vor Kaufentscheidungen bei den verschiedenen Anbietern aus dem In- und Ausland. Großen Zuspruch finden dabei die praktischen Vorführungen in der Halle sowie im Außengelände. Das Ziel dieses Teils der Baumpflegetage: „eine Messe zum Anfassen“. Im kommenden Jahr soll die Ausstellungsfläche für Produkte und Dienstleistungen rund um den Baum erneut vergrößert werden.

Erfolgreiche Baumpflegetage 2018

27.04.2018

Die Themen der Deutschen Baumpflegetage 2018 waren sehr vielfältig und wurden in Podiumsdiskussionen angeregt diskutiert. Das bedeutendste europäische Baumpflege-Event feierte in diesem Jahr zwei Jubiläen: Das Kletterforum wurde 20, und die Messe Augsburg war zum zehnten Mal Austragungsort der Veranstaltung. In diesem Jahr waren 1.550 Teilnehmer aus mehr als 20 Nationen zu dieser Fachtagung gekommen. Den weitesten Weg hatten die Kollegen auch aus Israel, Irak, Neuseeland, Pakistan, Russland und den USA.

 Die Tagungsinhalte kann man nachlesen im Jahrbuch der Baumpflege 2018 sowie in der aktuellen BaumZeitung (Heft2/2018).

Themenausstellungen im Foyer

25.04.2018

Im Eingangsbereich zu den Deutschen Baumpflegetagen gibt es in diesem Jahr wieder mehrere Themenausstellungen. Es geht um den fachgerechten Kronenschnitt sowie um problematische Vergabelungen. Schöne Exponate zeigen eingewachsene Rinde und andere Schäden sowie Auffälligkeiten, die bei der Baumpflege beachtet werden müssen. Im weiteren geht es um Veredelungsstellen und verschiedene Pilzbefälle im Stammfuß.

Neu in diesem Jahr ist die Ausstellung "Mikrowelt Holz" der TU München sowie die Exponate zum Baum des Jahres 2018: die Ess-Kastanie.

Im Außengelände sowie in der Messe gibt es einige Vorführungen durch die Aussteller. Die jeweiligen Anfangszeiten sind am Tagungscounter angeschlagen.

Jahrbuch der Baumpflege auch als E-Book erhältlich

23.04.2018

Zeitgleich mit dem Erscheinen der Druckversion des neuen Jahrbuchs der Baumpflege ist dieses Nachschlagewerk ab morgen auch als E-Book erhältlich. Sowohl das gesamte Buch als auch einzelne Artikel der aktuellen Auflage stehen dann zum Download bereit. Verfügbar ist das Jahrbuch der Baumpflege im PDF-Format und auch zusätzlich auch im ePub- und Mobi-Format. Weitere Informationen zum Download und den Bezahlmöglichkeiten finden Sie unter www.united-kiosk.de. Geben Sie in der Kopfzeile der Seite „Jahrbuch der Baumpflege“ ein und finden dort auch die Jahrbücher der Jahre 2017 und 2016.

Der Aufbau beginnt

19.04.2018

Heute beginnen auf der Messefläche in Innen- und Außengelände sowie für das Kletterforum und den Großen Saal die Vorarbeiten für den Aufbau. Für die einzelnen Aussteller sowie den Kletterturm  und die Bühnen erfolgt die Einmessung und das Verlegen von Kabeln im Boden. Der neue Turm für praktische Vorführungen wird heute per Tieflader nach Augsburg transportiert. Bereits morgen soll dieser Turm und auch der neue Baum im Kletterforum aufgebaut sein. Anschließend kann der Aufbau der Bühnenelemente beginnen. Anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Kletterforums soll in der Halle 3 eine neue Präsentationstechnik  installiert werden. In diesem Jahr wird es erstmals möglich sein, dass Vorträge und Vorführungen parallel erfolgen können und sich somit ergänzen.

Programmänderung am Donnerstag

17.04.2018

Im Programmheft der Deutschen Baumpflegetage 2018 ist als Abschlussvortrag im Großen Saal noch der Beitrag von Prof. Dr. Volkmann zur Kommunikation von Pflanzen abgedruckt. Leider musste Prof. Volkmann zu seinem Bedauern dieser Vortrag absagen. Neu im Programm ist dafür ein Beitrag von Klaus Körber von der LWG Veitshöchheim. Sein Thema: „Bienen und Bäume – ökologische Aspekte der Baumartenwahl“. Den aktuellen Stand des Tagungsprogramms finden Sie hier.

Jahrbuch der Baumpflege 2018 jetzt vorbestellen

15.04.2018

Exakt zu den Deutschen Baumpflegetagen erscheint das neue Jahrbuch der Baumpflege. Jeder Teilnehmer der Tagung bekommt die Inhalte der Fachvorträge damit auch in schriftlicher Form zum Nachlesen. Das Jahrbuch kann auch ohne Tagungsbesuch bestellt werden. Die Auslieferung erfolgt nach der Veranstaltung Anfang Mai. Weitere Informationen zum Jahrbuch der Baumpflege 2018 sowie die Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.

Messe ausgebucht

13.04.2018

Knapp zwei Wochen vor der Veranstaltung ist die Messe der Deutschen Baumpflegetage ausgebucht. Kurzfristige Anmelder mussten bereits auf das kommende Jahr vertröstet werden. Wie in den vergangenen Jahren werden die Aussteller sowohl in der Halle als auch im Außengelände praktische Vorführungen anbieten. Spezielle Ankündigungen hierzu finden Sie bei den jeweiligen Ausstellern, am Tagungscounter sowie auch hier auf unserer Homepage in der Rubrik „Neuigkeiten“.  

Übermorgen Anmeldeschluss

11.04.2018

Wegen des Umzug der Geschäftsstelle der Deutschen Baumpflegetage nach Augsburg können Anmeldungen für die Tagung nur noch bis zum 12. April 2018 entgegengenommen werden. Wer keine Anmeldebestätigung hat, kann als Last Minute-Bucher direkt zur Tagung kommen. Bitte melden Sie sich am Tagungscounter ab dem 24. April ab 8:00 Uhr. Last Minute-Bucher zahlen eine Bearbeitungsgebühr von 10.- € (netto 8,40 €). Bitte beachten Sie: Last-Minute-Bucher haben nur Einlass nach Zahlung vor Ort in bar oder mit girocard.

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